Dr. Anette Bunse zu Gast bei der Senioren Union

Senioren Union diskutiert über aktuelle politische Lage, Landtagswahlen und die Zukunft Nordrhein-Westfalens

Gelsenkirchen. Die Senioren Union Gelsenkirchen hat bei ihrem Mitgliedertreffen im Augustinushaus in der Gelsenkirchener Altstadt die aktuelle politische Lage sowie die anstehenden Herausforderungen für Nordrhein-Westfalen in den Mittelpunkt gestellt. Als Gast begrüßte der Kreisverband die Landesvorsitzende der Senioren Union Nordrhein-Westfalen und Landtagsabgeordnete Dr. Anette Bunse.

Eröffnet wurde die Veranstaltung durch den Kreisvorsitzenden der Senioren Union Gelsenkirchen, Klemens Eisfeld. Neben den zahlreichen Mitgliedern begrüßte er auch den Kreisvorsitzenden der CDU Gelsenkirchen, Hobie Fischbach. In ihrem Vortrag spannte Bunse einen weiten Bogen von ihrem persönlichen politischen Werdegang über die aktuelle Situation in Nordrhein-Westfalen bis hin zu den Herausforderungen der kommenden Jahre. Dabei erinnerte sie auch an ihre politischen Anfänge, die sie mit Gelsenkirchen und dem damaligen Oberbürgermeister Oliver Wittke verbindet. Seitdem sei sie fest in der politischen Arbeit der Union verwurzelt.

Mit Blick auf die Landespolitik berichtete Bunse von einer konstruktiven Zusammenarbeit in Düsseldorf. Dabei ging sie unter anderem auf Investitionen in Kindertagesstätten und Schulen ein. Eine der entscheidenden Fragen sei, wie es gelingen könne, jungen Menschen langfristig Perspektiven zu eröffnen. Ausführlich diskutiert wurde auch der Umgang mit der AfD. Bunse schilderte ihre Erfahrungen aus dem politischen Alltag und verwies darauf, dass die AfD insbesondere vor Ort versuche, sich als Ansprechpartner für alltägliche Anliegen der Bürgerinnen und Bürger zu präsentieren. Gerade deshalb sei es wichtig, dass die demokratischen Parteien selbst kontinuierlich präsent seien, zuhörten und sich um konkrete Anliegen kümmerten.

Auch aktuelle parlamentarische Debatten kamen zur Sprache. Bunse berichtete unter anderem über Anträge und Diskussionen im nordrhein-westfälischen Landtag und machte anhand verschiedener Beispiele deutlich, wie wichtig eine sachliche Auseinandersetzung mit politischen Themen sei.

Einen besonderen Schwerpunkt legte die Landesvorsitzende auf die Rolle der älteren Generation. „Auf die Seniorinnen und Senioren ist Verlass“, machte Bunse deutlich. Gleichzeitig verändere sich auch das Wahlverhalten älterer Menschen. Gewohnte politische Bindungen seien heute weniger selbstverständlich als noch vor einigen Jahren. Für die politische Arbeit vor Ort empfahl Bunse deshalb vor allem persönliche Begegnungen und den unmittelbaren Austausch mit den Menschen. Zusammentreffen, Gespräche und eine kontinuierliche Präsenz seien auch im kommenden Landtagswahlkampf von großer Bedeutung.

Die Senioren Union selbst habe innerhalb der CDU weiterhin Gewicht, müsse sich aber zugleich mit ihrer eigenen Zukunft auseinandersetzen. Sinkende Mitgliederzahlen machten es notwendig, neue Wege zu gehen und stärker mit anderen Vereinigungen der Union zusammenzuarbeiten. Als Beispiel nannte Bunse eine engere Zusammenarbeit mit der Jungen Union und weiteren Parteivereinigungen.

Positiv äußerte sie sich zu der Arbeit der nordrhein-westfälischen Landesregierung und hob hervor, dass in den kommenden Jahren wichtige Reformvorhaben anstünden. Einen besonderen Stellenwert hätten dabei Zukunftsthemen wie Künstliche Intelligenz und Digitalisierung. Diese Entwicklungen dürften nicht allein aus der Perspektive jüngerer Generationen betrachtet werden. Vielmehr müssten auch Seniorinnen und Senioren aktiv in den digitalen Wandel einbezogen werden.

Im Anschluss an den Vortrag stellte sich Dr. Anette Bunse den zahlreichen Fragen der anwesenden Mitglieder. Dabei entwickelte sich eine offene und lebhafte Diskussion über die politische Lage, die bevorstehenden Wahlen sowie die zukünftige Arbeit der Senioren Union.

„Der persönliche Austausch und die offene Diskussion sind für unsere politische Arbeit unverzichtbar. Wir danken Dr. Anette Bunse sehr herzlich für ihren Besuch und die vielen Impulse für unsere weitere Arbeit“, erklärte der Kreisvorsitzende der Senioren Union Gelsenkirchen, Klemens Eisfeld, zum Abschluss der Veranstaltung. Die Senioren Union Gelsenkirchen dankt allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern für den gelungenen und diskussionsreichen Nachmittag im Augustinushaus.